Seine Gründung konnte bis heute nicht urkundlich nachgewiesen werden, jedoch wurde der Ort schon in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 927 mit zwei Schenkern und fünf Zeugen erwähnt.
Aus dem Umstand, dass der Gründer des Ortes, wie damals üblich, in der Schenkungsurkunde nicht bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass der Ort bereits lange Zeit vorher bestanden hat. Dies wird weiter belegt durch einen in der Schenkungsurkunde genannten Hettenhäuser Feldmarkt und eine schon bestandene Mühle.
Jedenfalls lässt sich die Gründung eines Hato oder Heto 956 in den Klosterbüchern der Abtei Fulda nachweisen.
Somit gehört Hettenhausen zu den wohl ältesten Siedlungen des Kreises Fulda.
Zur Namensgebung gibt es zwei Vermutungen. Zum einen glaubt man, dass ein Bürger Namens „Hatte“ den Ort gründete. Dies würde auch die frühere Schreibweise Hättenhausen, als Hettenhausen noch zu Bayern gehörte, erklären.
Die andere Möglichkeit wird den Chatten zugeschrieben, die von Westen her die Rhöntäler besiedelten. Heute noch finden sich Spuren dieser Theorie in der Widmung von Flur- und Flächenbezeichnungen, wie „auf der Heid“, „Heidküppel“ oder „Heidäcker“. Auch im mundartlichen Sprachgebrauch der Nachbarortschaften wird Hettenhausen von der älteren Bevölkerung noch mit „Heidehuise“ bezeichnet.
Schon früh war Hettenhausen ein bedeutender Ort.
Für 1453 ist eine St. Georgskirche beurkundet, deren Patronat der Ebersberger Ritterschaft oblag. Den Herren von Ebersberg ist auch zu verdanken, das noch vor dem Dreißigjährigen Krieg im Ort eine Schule gegründet wurde. Der Lehrer erhielt als Besoldungsteil eine Wiese im Rommerser Grund und den heute noch im Besitz der Schule befindlichen Schulrain.
1546 noch zu Lebzeiten von Martin Luther wurde hier die Reformation eingeführt. Die Fuldaer Fürstäbte Balthasar von Dernbach (gest. 1606) und Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (gest. 1653) versuchten mit allen Mitteln die Gegenreformation durchzuführen, was auch mit Unterstützung durch die in Fulda 1571 angesiedelten Jesuiten und dem Rückkauf der Patronat 1778 nur teilweise gelang.
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Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch hier seine Spuren. So raffte die Pest 1635 Hunderte von Menschen dahin und 1637 wurde in einer mächtigen Feuersbrunst der Ort total zerstört. Das ganze Dorf samt Kirche, Pfarrhaus Schule und viele Lehnshütten fielen den Flammen zum Opfer. Das gesamte Kirchvermögen betrug noch etwa 100 Gulden, das Dorf war damit verarmt.
Der Gottesdienst musste unter freiem Himmel abgehalten werden. Das neue Gotteshaus entstand nach dem Krieg aus den Trümmern des zerstörten. 1661, so wird berichtet, wurde der Kirchturm, der noch heute steht, fertiggestellt. Der Kirchenbau selbst war mehr behelfsmäßig vorgenommen worden, so dass erst 1878/79 unter Einschluss des alten Kirchturms der heutig Bau aus örtlichen Sandsteinquadern im neuromanischem Stil erfolgte.
Das ganze Mittelalter hindurch bis ins 19. Jhd. gab es in unserer Gegend kaum freie Bauern. Felder, Wiesen und Wälder gehörten den Grundherren, wie dem Kloster und den adligen Herren.
Anfang des 19. Jhd., im Zuge der Koaltitionskriege wechselte Hettenhausen von einer prov. französischen (1806) über ein preußische Verwaltung (1809) zur späteren Bayerischen Oberhoheit (1816) über.
Schwere Hungerjahre folgten in den nächsten Jahren. Um der wachsenden Bevökerung gerecht zu werden bemühte man sich um die Hebung und Förderung der Landwirtschaft und auch die Schafzucht erfuhr bis 1870 einen Aufschwung. Trotzdem waren viele Familien gezwungen für ihren Lebensunterhalt neben der Landwirtschaft ein Gewerbe zu betreiben oder als Arbeiter ihren Verdienst außerhalb zu suchen. Die Landgängerei kam in Schwung, Männer und Mädchen zogen in den Sommermonaten auf die Höfe bei Frankfurt und Main oder in die Wetterau zum Arbeiten.
Ein große Tradition in Hettenhausen hat die Vermarktung der Rhöner Holzwaren, die in Dalherda, Gichenbach u. a. Orten hergestellt wurden. Der Verkauf der Waren war einträglicher als die Fabrikation.
Da große Mengen Flachs um Hettenhausen angebaut wurden, blühte hier bald auch die Leinenindustrie. Eine mit der Kraft eines Mühlrades betriebene Mangel und die Färbereien Magerhans und Gutermuth sorgten für die nötige Glätte und Färbung.
Die Ortsstraße in Hettenhausen hatte bis ins 19. Jhd. die Beschaffenheit wie unsere Feldwege. 182730 wurde sie gepflastert und diente durch eine muldenförmige Anlage bei starkem Regen in ihrer ganzen Breite als Wassergraben.
Mit dem Bau von Landstraßen war die Voraussetzung für einen geregelten Postdienst gegeben. (von Gersfeld über Hettenhausen, Schmalnau, Weyers, Lütter usw. nach Fulda)
Nach der Gründung des dt. Reiches kam es in Hettenhausen zum Aufblühen des Handels und zu einem witschaftlichen Aufschwung, so dass der oben erwähnte Kirchenneubau in Angriff genommen werden konnte. 1888 wurde dann die neuerbaute Rhönbahn (Fulda-Gersfeld) dem öffentlichen Verkehr übergeben.
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Im Jahre 1903 wurde eine 476,50 m tiefe Bohrung nach Kali durchgeführt, es wurde aber nichts gefunden.
Durch die zahlreich vorhandenen Brunnen im Ort, wurde erst 1909 eine Wasserleitung in Hettenhausen gebaut.
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22. Mai 1955 - Sportplatz feierlich eingeweiht
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Ende der 50er Jahre - Errichtung einer neuen Gedenkstätte für die Gefallenen, Vermißten und Toten deer beiden Weltkriege sowie eine bescheidene Leichenhalle
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Anfang der 60er Jahre: Fertigstellung des Kindergartenbaus und des Verwaltungsgebäudes an der Lindenstr., das Gemeindverwaltung, Standesamt, Bücherei und Gemeinschaftgefrieranlage in sich barg.
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1970 - Bau der Umgehungsstraße
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1977 - Übergabe des Sportlerheimes
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1979 - Grundstein für das Martin-Luther-Haus gelegt
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1985 - erster Spatenstich für ein neues Feuerwehrgerätehaus und eine Turn- und Sporthalle
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1972 - im Rahmen einer Gebietsreform - Eingemeindung in die Stadt Gersfeld |
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Quellen:
· Hettenhausener Chronik
· Kirchenkurier der evangel. Kirchengemeinde Hettenhausen, Ausgabe XX2004
· Erwin Sturm, Die Bau- und Kunstdenkmale des Fuldaer Landes, 2. Aufl., S.382, Fulda 1989
· Josef Leinweber, Die Fuldaer Äbte und Bischöfe, S.115/121, Fulda 1989
• siehe auch Dorfchonik Hettenhausen-Rhön
Veröffentlichungen der Kirmesgesellschaft Hettenhausen
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